Samstag, 18. April 2026
Mentale Probleme
Manchmal frage ich mich, ob ich die einzige bin, die nur Probleme hat. Alle, die ich kenne, haben allerhöchstens zwei Diagnosen (an mentalen Probleme).
Selbst meine Oma heult uns immer, wenn wir zu Besuch sind, die Ohren voll, es ginge ihr nicht so gut, sie sei ja etwas traurig. Ja, toll. Schön für dich. Sei doch froh, dass du *nur* leichte Depressionen hast. Wenn ich an ihrer Stelle wäre, wäre ich der glücklichste Mensch der Welt.
Auch meine biologische Mutter hat garnichts.
Auch mein biologischer Vater. Aber der sagt immer nur: "Du hast es gut." Wo hab ich es denn (abgesehen von meiner Wohnlage) gut?! Ich kann kaum morgens aufstehen und beginne nun wieder, in die passive Suizidalität reinzurutschen.

Manchmal wünschte ich, Allan würde einfach mal alles herauskotzen, was ihm in den Sinn kommt.
Aber dann würde meine biologische / problematische Familie mich verstoßen und meine größte Kindheitsangst würde wahr werden (auf der Straße landen).

Manchmal sagt mein biologischer Vater auch zu mir: "Aber du bist doch schon so weit gekommen! Viele hätten schon lange aufgegeben."
Habe ich ja. Seit bald vierzehn Jahren, als meine biologischen Eltern mich nach meinem Schultag nurnoch ignorierten.
Am liebsten würde ich alles hinter mir lassen und nochmal versuchen, mir das Leben zu nehmen. Denn dann hätte ich keine Probleme mehr. Auch mein lieber Kater Charlie würde das bestimmt nicht mal merken. Und ihm wäre es bestimmt egal.

Kann ich nicht einmal im Leben ein bisschen Hoffnung haben?

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Donnerstag, 16. April 2026
Praktikum👩🏻‍💻 & Horrorspiel👁️
Godmorgen, her er Hannah. 📘

Die vergangenen beiden Wochen habe ich ein Praktikum bei einer Krankenkasse gemacht. Ich hatte befürchtet, der Kundenkontakt würde mich mental komplett schreddern, aber nach einer Weile habe ich mich dran gewöhnt. Habe mich dort sogar beworben, womit ich vorher nicht gerechnet hätte. Für dieses Jahr wird es knapp, aber es sind noch Plätze frei. Im Notfall muss ich halt zu einer anderen Krankenkasse oder ein Jahr warten. Aber dort würde ich wirklich gerne hin.

Würde mich aber wundern, wenn die mich nehmen. Denn da es die Krankenkasse ist, bei der ich versichert bin, wissen die ja, wieviele psychische Diagnosen ich habe. Jedenfalls sollten sie das eigentlich, aber meinen Antrag auf Verschlimmerung für meinen Grad der Behinderung mit meinen psychischen Diagnosen von letztem Jahr haben sie leider verschlampt... 😑
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Vor ein paar Jahren fand ich auf YouTube ein Horrorspiel namens "Knock-Knock". Es war zwar nicht unbedingt lang oder aufwändig, aber die Atmosphäre und Symbolik fand ich sofort super und es zog mich in seinen Bann. Ich sah mir das Spiel rauf und runter an und kaufte es mir dann.
Jedenfalls fand ich es auf symbolischer Art so gruselig.

Darin geht es um einen Mann, der alleine in seinem großen Haus im Wald lebt und langsam seinen Verstand verliert. Schlaflosigkeit und Depressionen sind nicht sein einziges Problem, denn nach traumatischen Erfahrungen in seiner Kindheit lebte er noch immer in diesem Haus und beginnt zu halluzinieren... 🕯️🕰️👁️

Jedenfalls fand ich damals am gruseligsten, dass man manchmal, wenn man nicht auf Geräusche achtet, plötzlich in einem dunklen, endlosen Gang landet. Manchmal, wenn man dort durch Türen schreitet, landet man bei einer Erinnerung des Lodgers (= Mieters), aber manchmal "stirbt" man und muss das Level von vorne starten. Dieser endlose Gang wurde noch gruseliger, als ich merkte, dass sich irgendwann die Augen des Lodgers verändern.

Alles in allem träume ich sogar manchmal davon, dass es noch mehr Level in dem Spiel gäbe, wo man auf noch mehr achten müsste als auf Glühbirnen und die Monster, sondern auch *wann* man was in welchen Räumen macht, ohne von Monstern / Halluzinationen erwischt zu werden.

Und nun vermisse ich unser eigenes Haus und unseren Garten im (manchmal) düsteren Herbst.

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Aktueller Systemaufbau
HANNAH📘
Rolle: Kern, Blurnaut / Mischung, Alltagsperson
Rolle in Familie: Tochter
Alter: 23 (Körper)♋
Geschlecht: weiblich♀️, neutral⚧️

ALLAN🔥
Rolle: Träger von Familientrauma
Rolle in Familie: Sohn
Alter: 22 (hatte schon Geburtstag)♒
Geschlecht: männlich

ANTON🏮
Rolle: Träger von medizinischem Trauma
Rolle in Familie: Vater
Alter: 27♎
Geschlecht: männlich♂️, neutral⚧️

ZIMA❄️
Rolle: ?
Rolle in Familie: Mutter
Alter: 28♏
Geschlecht: Trans-Mann⚧️♂️🏳️‍⚧️

KAZUO🎭
Rolle: Träger von Familientrauma
Alter: 23♐
Geschlecht: Trans-Mann⚧️🏳️‍⚧️

CATO👓
Rolle: Lehrer
Alter: 27♍
Geschlecht: männlich♂️

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Donnerstag, 12. März 2026
Urlaub & Musik
Godmorgen, her er stadig Hannah.📘 (Guten Morgen, hier ist immernoch Hannah.)

Heute ist ja Donnerstag, was bedeutet, dass mein "Ziehvater" overmorgen nach Barcelona fliegt. Eigentlich sollte mir das Sorgen machen, da meine Depressionen dazu neigen, schlimmer zu werden, wenn ich abends alleine bin.
Allerdings kommt nun der Frühling, was bedeutet, ich kann nachmittags mit meinem Kater in den Garten gehen, Sonne tanken (für die mentale Gesundheit) und lesen, wenn mir nichts zu schreiben einfällt. Das ist weitaus besser für unsere / meine Psyche, als den ganzen Nachmittag YouTube oder Dokus zu schauen.

Allerdings muss ich dann auch früher aus den Federn kommen, um Kaffee zu machen, da mir ja morgens keiner hinterlassen wird. 😂 Und ein Tag ohne Kaffeekakao (Kakao generell) ist eine Qual für mich.

Mein Bruder schrieb mir, dass er in der Woche, in der ich alleine bin, auf jeden Fall vorbeikommt. Das ist nett von ihm. Um zu gucken, dass ich noch lebe, vielleicht. Denn ich bin bei allem etwas hinterher. 😅 Aber mir fehlt ja quasi das erste Lebensjahr komplett.
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Seit vorgestern (?) haben wir zwei neue Lieblingslieder. Beide sind Türkisch, was Allan und ich zu Lernen begonnen haben. Das erste Lied, auf das ich stieß, gefiel nur Allan, er mochte den Rhythmus des Refrains total. Das zweite Lied, auf das ich stieß, ist nun *mein* Lieblingslied.

Allans Lieblingslied: "Enercii" (Dilan Polat)
Mein Lieblingslied: "Misket" (Melis Fis)
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Mir ist ein bisschen übel. Vielleicht hätte ich die beiden Kinder-Buenos nicht essen sollen. Aber ich hatte nach dem ersten so Bock auf das zweite. 😭
🌠[Einen Tod muss man sterben.]
Danke, Sasha.
🌠[Immer gerne.]


Klassenkamerad: "Wussten Sie, dass es in Deutschland als einziges Land erlaubt ist, vor der Justiz wegzulaufen?"
??? OK??
🌠[Na dann. 😀]
Ich will nach Hause. Dürfen wir?
🌠[Nein?]
Schade.
🌠[Nur Geduld.]
❄️[Oder renn einfach weg. 😀]
🌠[Um 14 Uhr. Zum Parkplatz. Denn du hast noch einen Termin.]
😭

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Zwischenfall
Günaydin, ben Hannah.📘 (Guten Morgen, ich bin Hannah.)

Vorgestern war ein trauriger Tag. Ich werde nicht ins Detail gehen, da ich nicht will, dass sich jemand wiedererkennt oder bloßgestellt fühlt.

Es gibt eine junge Frau, die oft sehr müde scheint und das wahrscheinlich auch ist.
Jedenfalls war sie vorgestern ziemlich überfordert mit all dem, was sie nachholen muss, zum Beispiel all ihre Atteste abgeben. Irgendwann legte sie ihren Kopf auf den Tisch und gab Seufzer von sich. Ihre Laute wurden irgendwann lauter und klangen nach Klagelauten. Auch die Anleiterin konnte nicht zu ihr durchdringen. Auch die Psychologin nicht, die dann gerufen wurde.
Wir wurden alle aus dem Klassenraum geschickt und irgendwann sahen wir, dass ein Notarzt kam. Als er die Tür öffnete, um dort reinzugehen, konnten wir ihre Schreie hören. Es war etwas verstörend und sehr traurig (jedenfalls für mich).

Als unsere Anleiterin uns nach und nach unsere Sachen aus dem Raum brachte, konnte man immernoch ab und zu die Schreie hören.
Wir wurden weggeschickt und ich ging ganz angespannt und mit aufgerissenen Augen zum Bus.
Ihre Schreie erinnerten mich an meine, als ich noch ein (kleines) Kind war. Meine Mutter hatte mich auch zum Schreien und Weinen gebracht. Nur mit mir hatte man kein Mitleid gehabt.

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