Donnerstag, 2. Juli 2026
Bøger📚 og barndom👧🏻
Zum Glück hat meine Lesephase endlich wieder begonnen. Vor einigen Monaten konnte ich garnichts lesen, weil ich den Kopf so voll hatte. Traumatische Erinnerungen an meine Mutter, Ausbildungssuche, Ängste, Stress mit meinem Vater und der Wunsch, meinen Alter Egos immer zur Seite zu stehen machten es mir schwer, mich auf irgendwas zu konzentrieren. Teilweise vergaß ich das aktuelle Datum oder das Jahr, in dem wir uns befinden, immer wieder. Das war echt anstrengend. Seit ungefähr einer Woche kann ich wieder Bücher lesen und das tut sehr gut.

Gestern an der Bushaltestelle erst las ich „Der Report der Magd″ zuende und da ich auf meinem eReader durch einen Gutschein meines Onkels (väterlicherseits) schon das nächste Buch gekauft hatte, konnte ich gleich weiterlesen. Dabei handelt es sich um „Das Tagebuch der Anne Frank″. Das wollte ich vor Jahren schonmal lesen, aber irgendwie hatte ich auch da den Kopf nicht dafür. Oder es lag daran, dass es das Exemplar meines Vaters war und dass ich nicht wollte, dass ich Ärger bekam.
Jetzt, mit meinem eReader, den mein Onkel mir letztes Jahr schenkte, kann ich lesen, was ich will. Das konnte ich zwar vorher auch, aber ich geniere mich oft, wenn man sehen kann, was ich lese, schreibe oder höre (an Musik).
Mit dem kleinen Gerät, das ich selbstverständlich in eine blaue Schutzhülle steckte, nach der ich in der Mayersche länger gesucht hatte, weil ich unbedingt eine blaue wollte (😂), kann ich nun also lesen, was mir beliebt, ohne, dass ich mich offenbart fühlen muss. Das muss ich nämlich, weil ich von meinen Eltern gelernt habe, dass alles, was man über sich offenbart, gegen einen verwendet werden kann und auch wird. 🫠 Nett von ihnen, ich weiß. 😂

Jedenfalls ist es eine eigenartige Vorstellung, dass, obgleich Anne Frank leider starb, sie vorher das perfekte Leben hatte, was sie auch beschreibt. Nette Eltern, viele Verehrer, selbst ihr Lehrer ermahnte sie für ihr Geschwätz im Unterricht irgendwann nicht mehr und ließ sie.

Ich hätte auch gerne eine unbeschwerte Kindheit und Jugend gehabt. Stattdessen wurde ich in meinem ersten Lebensjahr mit Hochchemo vollgepumpt, war in der Zeit auch nachts nur alleine, und wurde dann, als ich endlich zu Hause bleiben durfte, von meiner vermaledeiten Mutter nur geschlagen und angeschrien. Oder von meinem Vater, aber seltener. Und an allem wurde mir die Schuld zugeschoben. Dass ich eine komplexe PTBS, die partielle DIS, die DPDR, eine generalisierte Angststörung und Depressionen entwickelte, war ja egal. Ich sollte nur den Mund halten und nicht nerven. Ich wäre liebend gerne einfach damals gestorben, aber man musste mich ja durch die Krankheit bringen und die Fehler der Leberbiopsie, innere Blutungen, unbedingt beheben. Ich sollte ja durchkommen, damit meine Mutter vor sich damit prahlen konnte, dass sie zwei Kinder hat, die gesund sind und glücklich. Dass beides nur auf meinen älteren Bruder zutraf, ihren Prinzen, juckte sie nicht.

Jetzt sitze ich hier und wünschte, ich könnte einfach eine Amnesie bekommen. Dann würde ich merken, wie gut ich es jetzt habe. Aber meine Erinnerungen werden leider bleiben.

Jeg vil bare tage hjem og sove for altid. 😴

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Mittwoch, 24. Juni 2026
Hitzewelle
早上好,我很热。🥵😞
(Guten Morgen, mir ist sehr warm.)

Offiziell müssen wir aufgrund der Hitzewelle erst um spätestens neun da sein, aber das macht für mich eigentlich keinen Sinn, da es ja morgens erträglicher ist als mittags. Zumindest miniminiminimal. 😂 Jedenfalls bin ich nun die einzige hier und leide.

Nicht nur wegen des Wetters, sondern auch wegen des Datums. Ich hasse dieses Datum. Am liebsten würde ich es aus meinem Kalender streichen. Und auch aus dem meiner Eltern (den sie nicht führen). Dann wäre ich nämlich nicht da. Und ich will nicht da sein. Nicht bei diesem schlimmen Wetter. (Auch generell nicht. 😀)

Eigentlich wollte ich mich zuerst etwas auskotzen, aber da niemand für die Ergotherapie da ist, muss ich sofort. Ich habe noch um zehn Minuten gebeten, damit ich das hier noch abschließen kann. In der Hoffnung, dass das Hochladen trotz der Uhrzeit funktioniert.

Wenigstens dürfen wir um Viertel nach zwölf gehen. Dann fahre ich nach Hause, füttere meinen Kater und lege mich was hin, in der Hoffnung, dass ich einschlafen und der Hitze entfliehen kann...

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Montag, 22. Juni 2026
The Coffin of Han🤦🏻 and Al🤷🏻‍♂️
早上好, 我是汉娜! ❄️
(= Guten Morgen, ich bin Hannah!)

Ich weiß nicht, wie wir dieses KACKwetter überstehen sollen. In den letzten Jahren habe ich gemerkt, dass ich bei (für mich) zu hoher Hitze durch Klima nicht nur gereizter werde, sondern auch richtig angepisst. Ich kann es garnicht verhindern. Wenn Al🔥 aufwachte, war er zwar auch gereizt in der Zeit, aber nicht so schlimm wie ich. Ich konnte teilweise mich konstant bei ihm und meinem Vater (bei dem ich wohne) über Nachbarn, das Wetter oder meine in der Vergangenheit gewalttätige Mutter beschweren. Im Nachhinein tat es mir Leid, dass ich Al immer so zulabern musste. Aber gestört hat es ihn irgendwie auch nicht.

Vor ein paar Jahren schaute ich auf YouTube das Spiel „The Coffin of Andy and Leyley” und irgendwie packte mich die Geschichte. Nicht nur wegen dem Art Style und der Art der beiden Protagonisten, sondern auch, weil Andrews und Ashleys Situation mich an Als und meine erinnert. Wir sind zwar Alter Egos, aber irgendwie auch Geschwister. Jedenfalls fühlt es sich für uns so an, als seien wir zusammen aufgewachsen. Und wir lieben uns wie Bruder und Schwester, aber halt auch auf romantische Weise.

Mein aktueller Ohrwurm: „Jester's Pity” (TCoAaL)
https://youtu.be/EVMdW5RgBjo?si=vLZAUHHhhWcaLl_z

Natürlich ist unsere Situation nicht im Geringsten dieselbe, das ist mir schon klar. Wir teilen uns einen Körper und sind ganz rational betrachtet ein und dieselbe Person. Zudem kann man bei Alter Egos eh nicht von *nz*st sprechen, da wir eigentlich garnicht verwandt sind und uns auch garnicht „so” betätigen können.
🔥[Wir haben so oder so 'nen Knall]
Joa, dat stimmt schon. 😂

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