Donnerstag, 22. Januar 2026
Überforderung & Schmerzen
mrs. dark, 10:29h
Hier ist Hannah❄️, das Mischwesen vom Dienst. 😮💨
Heute habe ich abgesehen von der berufsvorbereitenden Maßnahme noch zwei Termine.
Als wäre das nicht schon genug Stress für mich, wurde der erste Termin auchnoch ohne mein Wissen nach hinten verschoben. Ich stand also 20 Minuten wartend herum und schrieb Nachrichten, um abzuklären, ob die Psychologin doch nicht da ist, als eine weitere Psychologin kam und die Dame, mit der ich den Termin haben sollte, anrief. Ergebnis: Fr. N. ist da, aber kann nicht. Toll. Also kam ich noch zu spät zu meinem ersten Fach, während dem ich hätte hier schreiben können, um mich abzuregen.
Ich darf also zu einem anderen Fach, bei dem ich eigentlich hatte teilnehmen wollen, random abgeholt werden und verpasse dadurch meine Pause, bei der ich frühstücken wollte, was ich heute morgen nicht geschafft habe, weil mein depressiver Hintern nicht aus'm Quark kam.
Ich bin dem Schreien nah. 🫠
Dazu hatte ich auchnoch einen Albtraum, mein lieber Kater Charlie (ich muss irgenwann mal ein Bild von ihm posten) würde vor meinen Augen zwei lebendige Mäuse verspeisen, wovon eine ein Baby war und mich ängstlich mit seinen großen Kulleraugen ansah, als Charlie in sein kleines Schnäuzchen biss. 😭
"Träume sind Schäume." Aber solche Träume bringen mir immer vor Augen, dass sowas ja überall auf der ach so schönen Welt passiert. Nicht nur durch Tiere, vorallem der Mensch bringen viel Leid in die Welt, aber das scheint ihn nicht zu interessieren. Jeder ist sich selbst der nächste. Ist ja nicht so, als hätten Tiere in der Massentierhaltung in ihren kleinen Käfigen auch gerne etwas Sonnenlicht oder Wärme.
Nun tut wieder meine rechte Lunge weh, aber interessieren tut es mich generell nicht. Es stört nur beim Sitzen, wenn es konstant im Rücken *sticht*. Am liebsten hätte ich eine Lungenentzündung, dann würde ich zwar nicht zu Hause bleiben, sondern weiterhin zur Maßnahme gehen, aber dann würde ich mich aus nostalgischen Gründen wohler fühlen. Denn damals im Krankenhaus ging es mir wesentlich besser als danach mit meinen aggressiven Eltern. Bei denen hatte ich eh immer nur Angst, sie würden mich schlagen oder eines Tages aussetzen. Das hätte meine Erzeugerin bestimmt sogar eines Tages getan.
Ich vermisse immernoch die Schläuche in meiner Brust und in meinem Hals.
Bitte, Winter lös mich ab! ... Aber Monsieur ist am Schlafen. Toll. Tak.
Ich schwöre, gleich beim psychologischen Gespräch werde ich mich erstmal auskotzen. Sie möchte ja meine Biographie. Die kann sie haben!
Heute habe ich abgesehen von der berufsvorbereitenden Maßnahme noch zwei Termine.
Als wäre das nicht schon genug Stress für mich, wurde der erste Termin auchnoch ohne mein Wissen nach hinten verschoben. Ich stand also 20 Minuten wartend herum und schrieb Nachrichten, um abzuklären, ob die Psychologin doch nicht da ist, als eine weitere Psychologin kam und die Dame, mit der ich den Termin haben sollte, anrief. Ergebnis: Fr. N. ist da, aber kann nicht. Toll. Also kam ich noch zu spät zu meinem ersten Fach, während dem ich hätte hier schreiben können, um mich abzuregen.
Ich darf also zu einem anderen Fach, bei dem ich eigentlich hatte teilnehmen wollen, random abgeholt werden und verpasse dadurch meine Pause, bei der ich frühstücken wollte, was ich heute morgen nicht geschafft habe, weil mein depressiver Hintern nicht aus'm Quark kam.
Ich bin dem Schreien nah. 🫠
Dazu hatte ich auchnoch einen Albtraum, mein lieber Kater Charlie (ich muss irgenwann mal ein Bild von ihm posten) würde vor meinen Augen zwei lebendige Mäuse verspeisen, wovon eine ein Baby war und mich ängstlich mit seinen großen Kulleraugen ansah, als Charlie in sein kleines Schnäuzchen biss. 😭
"Träume sind Schäume." Aber solche Träume bringen mir immer vor Augen, dass sowas ja überall auf der ach so schönen Welt passiert. Nicht nur durch Tiere, vorallem der Mensch bringen viel Leid in die Welt, aber das scheint ihn nicht zu interessieren. Jeder ist sich selbst der nächste. Ist ja nicht so, als hätten Tiere in der Massentierhaltung in ihren kleinen Käfigen auch gerne etwas Sonnenlicht oder Wärme.
Nun tut wieder meine rechte Lunge weh, aber interessieren tut es mich generell nicht. Es stört nur beim Sitzen, wenn es konstant im Rücken *sticht*. Am liebsten hätte ich eine Lungenentzündung, dann würde ich zwar nicht zu Hause bleiben, sondern weiterhin zur Maßnahme gehen, aber dann würde ich mich aus nostalgischen Gründen wohler fühlen. Denn damals im Krankenhaus ging es mir wesentlich besser als danach mit meinen aggressiven Eltern. Bei denen hatte ich eh immer nur Angst, sie würden mich schlagen oder eines Tages aussetzen. Das hätte meine Erzeugerin bestimmt sogar eines Tages getan.
Ich vermisse immernoch die Schläuche in meiner Brust und in meinem Hals.
Bitte, Winter lös mich ab! ... Aber Monsieur ist am Schlafen. Toll. Tak.
Ich schwöre, gleich beim psychologischen Gespräch werde ich mich erstmal auskotzen. Sie möchte ja meine Biographie. Die kann sie haben!
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Dienstag, 6. Januar 2026
Winterschlaf❄️
mrs. dark, 11:45h
Hier ist Hannah. ❄️ (Eine anscheinend permanente Mischung der beiden Anteile Hannah☀️ und Henry❄️.)
Ich bin froh, dass die Ferien zuende sind. Die erste Woche tat mir gut, aber die zweite war mir leider zuviel. Aber das war mir von vornherein klar. Dennoch bin ich froh, dass wir zumindest die erste hatten, denn die war wichtig, um etwas Ruhe ins System zu bringen. Es war alles kreuz und quer. Glaube ich. Ich kann mich garnicht mehr erinnern. ':D
Obwohl ich nur sagen kann, dass es uns allen vor den Ferien nicht gut ging, kann ich nun sagen, dass nur meine eigene Situation besser geworden ist. Der Rest ist eingefroren, weil ein Alter Ego von vor zwei Jahren aufgewacht ist. Er heißt Zima❄️ (зима = Winter) und ist etwas älter als Anton, also ca. 27 Jahre alt.
Er meint, er würde mir damit helfen, erstmal alle einzufrieren. Aber ich finde, das geht trotzdem nicht.
Wir verstehen uns gut, ja. Aber das geht doch trotzdem nicht!
Ich bin froh, dass die Ferien zuende sind. Die erste Woche tat mir gut, aber die zweite war mir leider zuviel. Aber das war mir von vornherein klar. Dennoch bin ich froh, dass wir zumindest die erste hatten, denn die war wichtig, um etwas Ruhe ins System zu bringen. Es war alles kreuz und quer. Glaube ich. Ich kann mich garnicht mehr erinnern. ':D
Obwohl ich nur sagen kann, dass es uns allen vor den Ferien nicht gut ging, kann ich nun sagen, dass nur meine eigene Situation besser geworden ist. Der Rest ist eingefroren, weil ein Alter Ego von vor zwei Jahren aufgewacht ist. Er heißt Zima❄️ (зима = Winter) und ist etwas älter als Anton, also ca. 27 Jahre alt.
Er meint, er würde mir damit helfen, erstmal alle einzufrieren. Aber ich finde, das geht trotzdem nicht.
Wir verstehen uns gut, ja. Aber das geht doch trotzdem nicht!
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Donnerstag, 11. Dezember 2025
Charlie ist totkrank (glücklicherweise nur ein Albtraum)
mrs. dark, 10:31h
Godmorgen, her er Hannah.❄️
Heute kann ich leider nur kurz schreiben, weil wir erst um zehn Uhr erscheinen sollten und damit um kurz nach halb elf schon wieder zum anderen Gebäude müssen, in welchem ich ein Gespräch habe. Also erstmal keine Pause. Vielleicht kann ich vor dem Gespräch kurz einen Happen essen oder was trinken. Oder zumindest kurz für mich sein, bevor ich sozialisieren muss.
Heute morgen war stressig.
Ich erwachte von dem Albtraum, mein lieber Kater sei schwer krank und dem Tode geweiht, und mein Erzeuger und ich seien im Urlaub, aber an getrennten Orten. Also wollte ich ihn gleichzeitig anrufen und ihm berichten, unser lieber Charlie hätte nurnoch wenige Tage und er sollte schnell kommen, um sich zu verabschieden. Andererseits aber wollte ich ihm seinen Urlaub nicht versauen.
Nach dem Albtraum (Charlie schlief seelenruhig auf meinen Beinen) stand ich auf und musste mich schnell für Aufgaben bei einer Plattform anmelden, welche ich erstmal recherchieren musste. Also schob ich mir schnell Müsli rein während ich recherchierte und die Ergebnisse umformuliert abtippte und immer mal wieder miaute Charlie im Hausflur, weil er schnell raus wollte, obwohl er doch gerademal eine Stunde drinnen war.
Schnell putzte ich mir die Zähne und kam sogar noch pünktlich zu KI/IT, aber gleich müssen wir halt schon wieder los. So bescheuert.
Und heute soll ich ich angeblich auchnoch länger für mein Hassfach Mathe bleiben. 😭 R.I.P.
Heute kann ich leider nur kurz schreiben, weil wir erst um zehn Uhr erscheinen sollten und damit um kurz nach halb elf schon wieder zum anderen Gebäude müssen, in welchem ich ein Gespräch habe. Also erstmal keine Pause. Vielleicht kann ich vor dem Gespräch kurz einen Happen essen oder was trinken. Oder zumindest kurz für mich sein, bevor ich sozialisieren muss.
Heute morgen war stressig.
Ich erwachte von dem Albtraum, mein lieber Kater sei schwer krank und dem Tode geweiht, und mein Erzeuger und ich seien im Urlaub, aber an getrennten Orten. Also wollte ich ihn gleichzeitig anrufen und ihm berichten, unser lieber Charlie hätte nurnoch wenige Tage und er sollte schnell kommen, um sich zu verabschieden. Andererseits aber wollte ich ihm seinen Urlaub nicht versauen.
Nach dem Albtraum (Charlie schlief seelenruhig auf meinen Beinen) stand ich auf und musste mich schnell für Aufgaben bei einer Plattform anmelden, welche ich erstmal recherchieren musste. Also schob ich mir schnell Müsli rein während ich recherchierte und die Ergebnisse umformuliert abtippte und immer mal wieder miaute Charlie im Hausflur, weil er schnell raus wollte, obwohl er doch gerademal eine Stunde drinnen war.
Schnell putzte ich mir die Zähne und kam sogar noch pünktlich zu KI/IT, aber gleich müssen wir halt schon wieder los. So bescheuert.
Und heute soll ich ich angeblich auchnoch länger für mein Hassfach Mathe bleiben. 😭 R.I.P.
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Dienstag, 9. Dezember 2025
Genervter Martin oder genervter Henry?
mrs. dark, 11:21h
Haben eigentlich Wirtschaft & Verwaltung, aber da es einem aus meiner Gruppe nicht gut geht und meint, rumheulen zu müssen, sein Kreislauf sei nicht gut - er ist aber halt auch übergewichtig und die Bewegung hier rüber tut ihm gut - sind nun meine zwei Miteilnehmer mit der Anleiterin um den Block unterwegs. Soll mir Recht sein, dann habe ich Ruhe von meinen nervigen Mitteilnehmern. Die eine ist extrem hyperaktiv und der andere nervt auch oft. Ich weiß nicht mal, was mich an denen so aufregt.
Ich weiß nicht mal, warum ich jetzt so sauer bin. Was interessieren mich denn Mitmenschen? Ich scheine nicht mehr nur Hannah❄️ zu sein, denn normalerweise ist sie nicht so. Vielleicht Allan🔥 oder Johanna⚡. Oder Martin.
Mir eigentlich auch egal, ich will nur meine Ruhe haben.
Nach Wirtschaft & Verwaltung haben wir glücklicherweise eine halbe Stunde Pause vor Holzarbeiten. Gestern hatten wir schon Holzarbeiten, weil Elektronik *schon wieder* ausgefallen ist. Voll beknackt.
Ich will nachhause und weg von diesen Menschen. Sie kotzen mich alle an.
Ich weiß nicht mal, warum ich jetzt so sauer bin. Was interessieren mich denn Mitmenschen? Ich scheine nicht mehr nur Hannah❄️ zu sein, denn normalerweise ist sie nicht so. Vielleicht Allan🔥 oder Johanna⚡. Oder Martin.
Mir eigentlich auch egal, ich will nur meine Ruhe haben.
Nach Wirtschaft & Verwaltung haben wir glücklicherweise eine halbe Stunde Pause vor Holzarbeiten. Gestern hatten wir schon Holzarbeiten, weil Elektronik *schon wieder* ausgefallen ist. Voll beknackt.
Ich will nachhause und weg von diesen Menschen. Sie kotzen mich alle an.
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Mittwoch, 26. November 2025
Berufsvobereitung & Frankenstein
mrs. dark, 08:14h
Godmorgen, her er Hannah☀️ (og Henry❄️). ^^
(Guten Morgen, hier sind Hannah (und Henry). ^^)
Gerade sitzen wir in unserer berufsvorbereitenden Maßnahme und ich bin froh, dass wir hier sein dürfen. Seit September sind wir hier und uns wird geholfen, uns mental auf Arbeitszeiten vorzubereiten. Vor zwei Monaten konnten wir vor zwölf Uhr nicht aufstehen und nun sitzen wir freiwillig um halb acht schon hier, weil wir genau wissen, dass es uns damit immernoch besser geht, als bis klokken tolv (zwölf Uhr) zu schlafen und dann Henry wieder passive S*izidgedanken bekommt, welche er zwar nicht umsetzt (dank Allan), aber welche halt dann wieder jahrelang bestehen. Und dass sie seit des Klinikaufenthalts mal weg sind, ist eine Errungenschaft, die wir gerne beibehalten möchten. ':D
Eigentlich sind wir (unser System) ja als Teilzeitnehmerin angemeldet, aber da wir letztens gebeten wurden, mal zu versuchen, langsam unsere Stunden zu erhöhen, dachte ich mir: "Der Bildungsbegleiter hat Recht, wir haben ja genug Zeit, uns dran zu gewöhnen. Damit wird es uns wahrscheinlich nochmal besser gehen."
Noch sind wir des Todes müde, aber das liegt auch daran, dass wir unseren Kaffeekakao (Hannahs, Henrys und Antons Safe Food) immernoch nicht haben anrühren wollen. Nachher reicht es nicht! Dx
[Heul doch]
Danke, Allan. Damit hilfst du mir. (-_-)
[Gerne, Henry-Anteil :D]
Also wird der Rest von mir wie immer ignoriert. xD
[Das kennen wir von Allan ja schon.]
Das stimmt. :D
- Hannah☀️
____________________________________________
Eigentlich hat Hannah recht damit, dass es uns hier besser geht als zu Hause, aber unsere Sitznachbarn sind dezent laut mit ihren Videos. Ich wünschte mal wieder, wir wären taub. Jedenfalls, wenn ich mit vorne bin. Ich spreche eh nicht (mit Leuten außerhalb von uns). Menschen machen mir Angst. Sie sind gruselig.
Haben jetzt unsere drahtlosen Kopfhörer angezogen, damit wir unsere Sitznachbarn besser ausblenden können. Aber das Lied, das wir nun hören, ist traurig. :(
("Policy of Truth" von Depêche Mode.)
- Anton🏮
____________________________________________
Seit wann "zieht" man Kopfhörer "an"? Man steckt sie in die Ohren, Tonya!
- Allan🔥
____________________________________________
Ich bin so müde. Dx Ich glaube, ich lese gleich wieder "Frankenstein". Victor tut mir nicht im Geringsten Leid, er nervt mich voll mit seinem Rumgeheule. Er hat ja keine Ahnung, wie seine Kreatur (auch vom Fandom Adam genannt) sich fühlt.
Adam erinnert mich ein wenig an Anton. Nur dass Anton wahrscheinlich trotzdem kein Mörder werden würde. Der Arme würde noch depressiver werden und dann vermutlich verhungern. Glücklicherweise bin ich da, um das zu verhindern. ':D Wenn Anton vorne ist, versuche ich immer, ihn zum Essen zu kriegen, aber er behält das Gegessene dann nur gefühlt stundenlang im Mund wie ein Baby und ignoriert es. Und schmollt, aber das tut er auch so manchmal. :D Es ist irgendwie sein Resting Face.
Mir ist langweilig. Am besten lese ich was, damit mir gleich der Unterricht nicht so langweilig vorkommt und ich inspiriert bin, dabei ein wenig zu zeichnen.
Also, dann mal zu Victors Rumgeheule. (-_-) ':D
(Guten Morgen, hier sind Hannah (und Henry). ^^)
Gerade sitzen wir in unserer berufsvorbereitenden Maßnahme und ich bin froh, dass wir hier sein dürfen. Seit September sind wir hier und uns wird geholfen, uns mental auf Arbeitszeiten vorzubereiten. Vor zwei Monaten konnten wir vor zwölf Uhr nicht aufstehen und nun sitzen wir freiwillig um halb acht schon hier, weil wir genau wissen, dass es uns damit immernoch besser geht, als bis klokken tolv (zwölf Uhr) zu schlafen und dann Henry wieder passive S*izidgedanken bekommt, welche er zwar nicht umsetzt (dank Allan), aber welche halt dann wieder jahrelang bestehen. Und dass sie seit des Klinikaufenthalts mal weg sind, ist eine Errungenschaft, die wir gerne beibehalten möchten. ':D
Eigentlich sind wir (unser System) ja als Teilzeitnehmerin angemeldet, aber da wir letztens gebeten wurden, mal zu versuchen, langsam unsere Stunden zu erhöhen, dachte ich mir: "Der Bildungsbegleiter hat Recht, wir haben ja genug Zeit, uns dran zu gewöhnen. Damit wird es uns wahrscheinlich nochmal besser gehen."
Noch sind wir des Todes müde, aber das liegt auch daran, dass wir unseren Kaffeekakao (Hannahs, Henrys und Antons Safe Food) immernoch nicht haben anrühren wollen. Nachher reicht es nicht! Dx
[Heul doch]
Danke, Allan. Damit hilfst du mir. (-_-)
[Gerne, Henry-Anteil :D]
Also wird der Rest von mir wie immer ignoriert. xD
[Das kennen wir von Allan ja schon.]
Das stimmt. :D
- Hannah☀️
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Eigentlich hat Hannah recht damit, dass es uns hier besser geht als zu Hause, aber unsere Sitznachbarn sind dezent laut mit ihren Videos. Ich wünschte mal wieder, wir wären taub. Jedenfalls, wenn ich mit vorne bin. Ich spreche eh nicht (mit Leuten außerhalb von uns). Menschen machen mir Angst. Sie sind gruselig.
Haben jetzt unsere drahtlosen Kopfhörer angezogen, damit wir unsere Sitznachbarn besser ausblenden können. Aber das Lied, das wir nun hören, ist traurig. :(
("Policy of Truth" von Depêche Mode.)
- Anton🏮
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Seit wann "zieht" man Kopfhörer "an"? Man steckt sie in die Ohren, Tonya!
- Allan🔥
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Ich bin so müde. Dx Ich glaube, ich lese gleich wieder "Frankenstein". Victor tut mir nicht im Geringsten Leid, er nervt mich voll mit seinem Rumgeheule. Er hat ja keine Ahnung, wie seine Kreatur (auch vom Fandom Adam genannt) sich fühlt.
Adam erinnert mich ein wenig an Anton. Nur dass Anton wahrscheinlich trotzdem kein Mörder werden würde. Der Arme würde noch depressiver werden und dann vermutlich verhungern. Glücklicherweise bin ich da, um das zu verhindern. ':D Wenn Anton vorne ist, versuche ich immer, ihn zum Essen zu kriegen, aber er behält das Gegessene dann nur gefühlt stundenlang im Mund wie ein Baby und ignoriert es. Und schmollt, aber das tut er auch so manchmal. :D Es ist irgendwie sein Resting Face.
Mir ist langweilig. Am besten lese ich was, damit mir gleich der Unterricht nicht so langweilig vorkommt und ich inspiriert bin, dabei ein wenig zu zeichnen.
Also, dann mal zu Victors Rumgeheule. (-_-) ':D
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Sonntag, 20. April 2025
Warum essen Menschen bitte Kuchen?
mrs. dark, 17:43h
Der Nachmittag bei meinen Großeltern war wirklich blöd. Es war stressig, genau so wie erwartet. Und damit ich nicht weiter von meinen Großeltern unbeholfen angeglotzt wurde, nahm ich mir nach einer Weile doch ein Stück Kuchen. Das einzig Leckere daran waren die sauren Kirschen. Der Rest war trocken und mega süß. Ekelhaft. Ich verstehe nicht, warum Menschen freiwillig Kuchen essen. Viele Kalorien und mega süß. Das ist doch nicht normal!
Dass mein biologischer Bruder (nicht Henry) auch da war, hat es nicht im Geringsten besser gemacht. Aus irgendeinem Grund sprach er so mit unseren Großeltern, als hätte er eine Bindung zu ihnen. Kann ich nicht verstehen. Mag ja sein, dass wir als Kinder oft bei ihnen waren. Aber wir hatten ja auch keine Wahl! Zuhause wurden wir angeschrien und geschlagen, da macht es ja nur Sinn, dass wir oft dort waren. Dort wurde mit uns gesprochen und sogar gespielt. Und Essen durften wir, soviel wir wollten. Wenn wir ein Wurstbrot wollten, durften wir ein Wurstbrot essen. Ist das nicht toll? Und Gummibärchen gab es auch. Man musste nur fragen, ob man etwas haben durfte.
Das durfte ich zuhause nicht, aber mein Bruder anscheinend schon, wie mir in den letzten Jahren dämmerte. Er musste nicht fragen, ob er etwas essen durfte. Ich schon und oft hieß es sowieso nein. Nur zu den Mahlzeiten gab es Essen. Und wenn ich von unserer Mutter zum Einkaufen mitgeschleppt wurde, musste ich stundenlang brav hinter ihr her laufen. Etwas aussuchen durfte ich mir nicht. Ganz, ganz selten hieß es: „Ja, aber nur eine Kleinigkeit. Und das Geld bekomme ich wieder.” Ich konnte mir sowieso meistens nicht leisten, mir etwas auszusuchen, denn den einen Euro, den ich angeblich einmal die Woche bekommen sollte, wurde eh immer vergessen. Und wenn ich im Nachhinein kam und sagte: „Ich habe letzte Woche meinen Euro nicht bekommen”, hieß es, es sei zu spät. Ich solle beim nächsten Mal dran denken.
Auch hat mich meine biologische Großmutter wieder beim Namen meiner verzogenen Cousine genannt. Ich bin nicht sie, warum willst du das nicht einsehen?
– Johanna⚡
Dass mein biologischer Bruder (nicht Henry) auch da war, hat es nicht im Geringsten besser gemacht. Aus irgendeinem Grund sprach er so mit unseren Großeltern, als hätte er eine Bindung zu ihnen. Kann ich nicht verstehen. Mag ja sein, dass wir als Kinder oft bei ihnen waren. Aber wir hatten ja auch keine Wahl! Zuhause wurden wir angeschrien und geschlagen, da macht es ja nur Sinn, dass wir oft dort waren. Dort wurde mit uns gesprochen und sogar gespielt. Und Essen durften wir, soviel wir wollten. Wenn wir ein Wurstbrot wollten, durften wir ein Wurstbrot essen. Ist das nicht toll? Und Gummibärchen gab es auch. Man musste nur fragen, ob man etwas haben durfte.
Das durfte ich zuhause nicht, aber mein Bruder anscheinend schon, wie mir in den letzten Jahren dämmerte. Er musste nicht fragen, ob er etwas essen durfte. Ich schon und oft hieß es sowieso nein. Nur zu den Mahlzeiten gab es Essen. Und wenn ich von unserer Mutter zum Einkaufen mitgeschleppt wurde, musste ich stundenlang brav hinter ihr her laufen. Etwas aussuchen durfte ich mir nicht. Ganz, ganz selten hieß es: „Ja, aber nur eine Kleinigkeit. Und das Geld bekomme ich wieder.” Ich konnte mir sowieso meistens nicht leisten, mir etwas auszusuchen, denn den einen Euro, den ich angeblich einmal die Woche bekommen sollte, wurde eh immer vergessen. Und wenn ich im Nachhinein kam und sagte: „Ich habe letzte Woche meinen Euro nicht bekommen”, hieß es, es sei zu spät. Ich solle beim nächsten Mal dran denken.
Auch hat mich meine biologische Großmutter wieder beim Namen meiner verzogenen Cousine genannt. Ich bin nicht sie, warum willst du das nicht einsehen?
– Johanna⚡
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03/04/2025 - Notizbuchauszug
mrs. dark, 13:38h
Auszug aus unserem 145. Notizbuch von Johanna
_____________________________________________
14:59= Hier ist Johanna. Sitze noch im Bus, weil wir einen riesigen Umweg fahren mussten. Wenn ich ehrlich bin, möchte ich garnicht ankommen. Wir könnten gerne noch zwei, drei Stunden weiterfahren. *Henry* hat sich doch mit A(...) verabredet. Jetzt sitze ich hier und würde am liebsten direkt wieder umkehren. Ich mag A[...] nicht. Aber sie ist Henrys beste Freundin - sagt er zumindest den Leuten, die Allan und Anton nicht kennen.
Oh nein. Noch eine Haltestelle. Ich könnt kotzen.
_____________________________________________
14:59= Hier ist Johanna. Sitze noch im Bus, weil wir einen riesigen Umweg fahren mussten. Wenn ich ehrlich bin, möchte ich garnicht ankommen. Wir könnten gerne noch zwei, drei Stunden weiterfahren. *Henry* hat sich doch mit A(...) verabredet. Jetzt sitze ich hier und würde am liebsten direkt wieder umkehren. Ich mag A[...] nicht. Aber sie ist Henrys beste Freundin - sagt er zumindest den Leuten, die Allan und Anton nicht kennen.
Oh nein. Noch eine Haltestelle. Ich könnt kotzen.
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Sonntag, 13. April 2025
Psychosomatische Station & Info
mrs. dark, 18:02h
Hallo und willkommen zurück. Oder willkommen. Ich weiß es auch nicht mehr. :D
Wir haben eine partielle dissoziative Identitätsstörung, also sollte einer von uns das vielleicht mal erwähnen.
Ich bin Henry, die zweite Alltagsperson. Meine Lieblingsfarbe ist blau und mein Symbol ist, nach einigem Hin und Her die Schneeflocke.
Wie im Titel bereits von mir erwähnt, waren wir auf der psychosomatischen Station in einer Klinik. Gut, dass ich unserer Psychologin gesagt hatte, ich wolle entweder in eine Tagesklinik oder in eine allgemeine Klinik für Psychotherapie und Psychiatrie, denn meine (was ich da noch nicht *genau* wusste, unsere) Probleme waren einfach nicht mehr alleine zu bewältigen. Ich veränderte ständig meine Meinungen und Weltansichten und wollte plötzlich keine (junge) Frau mehr sein, sondern ein Mann. Noch dazu wollte ich Hilfe für meine Depressionen (und passive Suizidalität), Ängste, mein Burnout, meine eventuellen Traumata und meine Alter Egos, denn die, so fand ich, hatten auch ein Recht auf Leben. Ich konnte einfach nicht mehr und brauchte mal einen Tapetenwechsel, weg von meinen Eltern, die ich beschuldigte, mich misshandelt zu haben.
Angekommen auf der psychosomatischen Station war ich Anfang Dezember des Jahres 2024. Alles war mir zuviel und noch dazu wurde ich von meiner Bezugspflege als Frau vorgestellt, was es mir erschwerte, mich als Henry vorzustellen, also tat ich dies nicht und nannte einfach meinen offiziellen Vornamen Hannah. Die Leute waren sehr, sehr nett und ließen nicht zu, dass ich mich nach einem Platz umsehen musste, indem zwei von den nun Mitpatienten eines Tisches, ich glaube es waren J. und M., direkt auf den freien Platz bei ihnen deuteten (wo sonst eigentlich P. immer saß).
Trotz der Bemühungen meiner Mitpatienten wurde mir schon am nächsten Tag alles zuviel. Es war einfach nicht autismusgerecht: Viele Leute, wuselig, keine Sitzordnung und zudem noch tonnenweise neue Termine, die ich, anbei meiner "Headmates", nun ebenfalls auf dem Schirm haben musste.
Irgendwann vormittags am zweiten Tag ging ich also tränenverströmt ins Dienstzimmer und sagte, ich wollte nachhause gehen, mir war einfach alles zuviel.
Der nette Oberpfleger (?) hörte sich meine Probleme aufmerksam an und schickte mich dann eine Etage höher, zu meinem Einzeltherapeuten für die Zeit in der Klinik.
Wie sich herausstellte, war er, Dr. S., ebenfalls sehr nett, was mich erleichterte, denn das Erstgespräch mit dem Oberarzt hatte mich sehr aufgemischt, da dieser immerzu mit seinen Augen gerollt hatte und all meine Diagnosen anzweifelte, als hätte ich sie mir selbst ausgedacht.
Dr. S. hörte nicht zum erstem Mal, dass ich autistisch sei, und konnte sich demnach vorstellen, wie zerrädert ich mir in all dem Neuen vorkam.
Irgendwann stellte er dann die Frage: "Würde es Ihnen nützen, wenn wir für die Woche erstmal alles an Terminen rausnehmen würden?"
Ich stellte augenblicklich mein unmännliches Weinen ein und nickte stumm. Das Ergebnis dieses Vorhabens stellte sich als eine richtige Offenbarung heraus. Ich konnte endlich Fuß fassen und konnte zwei Tage später jeden Tag erst einer neue Therapie pro Tag beiwohnen und ab Mitte der nächsten Woche ging ich dann zu allen Therapien hin, ganz zum (vielleicht auch gespielten) Erstaunens meines Einzeltherapeuten.
Mit meinen 22 Jahren war ich der Jüngste, meine Mitpatienten waren alle in ihren 30ern, 40ern, 50ern oder gar 60ern, doch das störte mich nicht. Um ehrlich zu sein, wusste ich davon eine ganze Weile nichts, da ich alle 30-Jährigen auf Ende 20 und sogar eine junggebliebene 44-Jährige auf 28 geschätzt hatte.
Ich verstand mich vorallem mit den 30-jährigen (und 40-jährigen) Mitpatienten gut und zu meinem Erstaunen spielten sie regelmäßig abends Spiele zusammen, wie "Werwolf", in dem jeder eine verdeckte Identität bekommt und die beiden Teams, Dorbewohner (inklusive Sonderrollen) und Werwölfe versuchen, sich gegenseitig ausscheiden zu lassen, indem sie sich "umbringen" (natürlich nur im Spiel).
Es entstand sogar ein kleiner Freundeskreis, den wir aus Scherz den "Kreis der Wahrheit" nannten, da wir uns jeden Abend unter der Woche in ein Nebenzimmer zur Akupunktur versammelten. Ich selbst nahm keinen einzigen Effekt der Akupunktur wahr, mit Ausnahme dass mir mit Rekordzeit all meine Zadeln aus den Ohren wieder herausfielen. Aber das war mir egal, denn ich kam jedes Mal mit, um bei den netten Mädels zu sein. Wir lachten sehr viel und dass ich schon bald als Typ angesprochen wurde, störte sie nicht. Dann war es halt doch kein Frauenkreis.
Zumindest nicht bis zu unserer letzten Woche, in der gleich zwei Alter Egos im Wechsel übernahmen, was ich nicht mal bemerkte, denn ich, Henry, war ja schließlich nicht anwesend.
Zu unserer Verabschiedung konnte ich selbst, der doch die ganzen Monate dort gewesen war, garnicht selbst hingehen und alle verabschiedeten sich stattdessen von Hannah, die sie eigentlich quasi gerade erst kennenlernten, doch von unserem Wechsel wussten meine Freunde und anderen Mitpatienten nichts, denn ihnen kam es vor, als wäre ich doch nicht trans und eher eine Hannah als ein Henry. Dass beide einfach getauscht hatten, konnten sie nicht wissen. Ich konnte mich also doch nicht verabschieden. Vielleicht sehen wir uns wieder, wenn eine von ihnen, S., aus ihrer Reha zurückkommt.
Nun sitze ich hier und bin froh, dass es heute doch nicht so warm ist, wie Hannah gestern angenommen hatte. Obwohl es vermutlich doch besser gewesen wäre, denn dann wären wir wenigstens in den Garten gegangen, um unserem lieben Kater Charlie Gesellschaft zu leisten. Doch dem ist es anscheinend lieber, bei diesem Wetter drinnen auf der Bank zu schlafen, anstatt draußen Mäuse zu fangen.
またね~
Wir haben eine partielle dissoziative Identitätsstörung, also sollte einer von uns das vielleicht mal erwähnen.
Ich bin Henry, die zweite Alltagsperson. Meine Lieblingsfarbe ist blau und mein Symbol ist, nach einigem Hin und Her die Schneeflocke.
Wie im Titel bereits von mir erwähnt, waren wir auf der psychosomatischen Station in einer Klinik. Gut, dass ich unserer Psychologin gesagt hatte, ich wolle entweder in eine Tagesklinik oder in eine allgemeine Klinik für Psychotherapie und Psychiatrie, denn meine (was ich da noch nicht *genau* wusste, unsere) Probleme waren einfach nicht mehr alleine zu bewältigen. Ich veränderte ständig meine Meinungen und Weltansichten und wollte plötzlich keine (junge) Frau mehr sein, sondern ein Mann. Noch dazu wollte ich Hilfe für meine Depressionen (und passive Suizidalität), Ängste, mein Burnout, meine eventuellen Traumata und meine Alter Egos, denn die, so fand ich, hatten auch ein Recht auf Leben. Ich konnte einfach nicht mehr und brauchte mal einen Tapetenwechsel, weg von meinen Eltern, die ich beschuldigte, mich misshandelt zu haben.
Angekommen auf der psychosomatischen Station war ich Anfang Dezember des Jahres 2024. Alles war mir zuviel und noch dazu wurde ich von meiner Bezugspflege als Frau vorgestellt, was es mir erschwerte, mich als Henry vorzustellen, also tat ich dies nicht und nannte einfach meinen offiziellen Vornamen Hannah. Die Leute waren sehr, sehr nett und ließen nicht zu, dass ich mich nach einem Platz umsehen musste, indem zwei von den nun Mitpatienten eines Tisches, ich glaube es waren J. und M., direkt auf den freien Platz bei ihnen deuteten (wo sonst eigentlich P. immer saß).
Trotz der Bemühungen meiner Mitpatienten wurde mir schon am nächsten Tag alles zuviel. Es war einfach nicht autismusgerecht: Viele Leute, wuselig, keine Sitzordnung und zudem noch tonnenweise neue Termine, die ich, anbei meiner "Headmates", nun ebenfalls auf dem Schirm haben musste.
Irgendwann vormittags am zweiten Tag ging ich also tränenverströmt ins Dienstzimmer und sagte, ich wollte nachhause gehen, mir war einfach alles zuviel.
Der nette Oberpfleger (?) hörte sich meine Probleme aufmerksam an und schickte mich dann eine Etage höher, zu meinem Einzeltherapeuten für die Zeit in der Klinik.
Wie sich herausstellte, war er, Dr. S., ebenfalls sehr nett, was mich erleichterte, denn das Erstgespräch mit dem Oberarzt hatte mich sehr aufgemischt, da dieser immerzu mit seinen Augen gerollt hatte und all meine Diagnosen anzweifelte, als hätte ich sie mir selbst ausgedacht.
Dr. S. hörte nicht zum erstem Mal, dass ich autistisch sei, und konnte sich demnach vorstellen, wie zerrädert ich mir in all dem Neuen vorkam.
Irgendwann stellte er dann die Frage: "Würde es Ihnen nützen, wenn wir für die Woche erstmal alles an Terminen rausnehmen würden?"
Ich stellte augenblicklich mein unmännliches Weinen ein und nickte stumm. Das Ergebnis dieses Vorhabens stellte sich als eine richtige Offenbarung heraus. Ich konnte endlich Fuß fassen und konnte zwei Tage später jeden Tag erst einer neue Therapie pro Tag beiwohnen und ab Mitte der nächsten Woche ging ich dann zu allen Therapien hin, ganz zum (vielleicht auch gespielten) Erstaunens meines Einzeltherapeuten.
Mit meinen 22 Jahren war ich der Jüngste, meine Mitpatienten waren alle in ihren 30ern, 40ern, 50ern oder gar 60ern, doch das störte mich nicht. Um ehrlich zu sein, wusste ich davon eine ganze Weile nichts, da ich alle 30-Jährigen auf Ende 20 und sogar eine junggebliebene 44-Jährige auf 28 geschätzt hatte.
Ich verstand mich vorallem mit den 30-jährigen (und 40-jährigen) Mitpatienten gut und zu meinem Erstaunen spielten sie regelmäßig abends Spiele zusammen, wie "Werwolf", in dem jeder eine verdeckte Identität bekommt und die beiden Teams, Dorbewohner (inklusive Sonderrollen) und Werwölfe versuchen, sich gegenseitig ausscheiden zu lassen, indem sie sich "umbringen" (natürlich nur im Spiel).
Es entstand sogar ein kleiner Freundeskreis, den wir aus Scherz den "Kreis der Wahrheit" nannten, da wir uns jeden Abend unter der Woche in ein Nebenzimmer zur Akupunktur versammelten. Ich selbst nahm keinen einzigen Effekt der Akupunktur wahr, mit Ausnahme dass mir mit Rekordzeit all meine Zadeln aus den Ohren wieder herausfielen. Aber das war mir egal, denn ich kam jedes Mal mit, um bei den netten Mädels zu sein. Wir lachten sehr viel und dass ich schon bald als Typ angesprochen wurde, störte sie nicht. Dann war es halt doch kein Frauenkreis.
Zumindest nicht bis zu unserer letzten Woche, in der gleich zwei Alter Egos im Wechsel übernahmen, was ich nicht mal bemerkte, denn ich, Henry, war ja schließlich nicht anwesend.
Zu unserer Verabschiedung konnte ich selbst, der doch die ganzen Monate dort gewesen war, garnicht selbst hingehen und alle verabschiedeten sich stattdessen von Hannah, die sie eigentlich quasi gerade erst kennenlernten, doch von unserem Wechsel wussten meine Freunde und anderen Mitpatienten nichts, denn ihnen kam es vor, als wäre ich doch nicht trans und eher eine Hannah als ein Henry. Dass beide einfach getauscht hatten, konnten sie nicht wissen. Ich konnte mich also doch nicht verabschieden. Vielleicht sehen wir uns wieder, wenn eine von ihnen, S., aus ihrer Reha zurückkommt.
Nun sitze ich hier und bin froh, dass es heute doch nicht so warm ist, wie Hannah gestern angenommen hatte. Obwohl es vermutlich doch besser gewesen wäre, denn dann wären wir wenigstens in den Garten gegangen, um unserem lieben Kater Charlie Gesellschaft zu leisten. Doch dem ist es anscheinend lieber, bei diesem Wetter drinnen auf der Bank zu schlafen, anstatt draußen Mäuse zu fangen.
またね~
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Samstag, 12. November 2022
Dumb Dumb
mrs. dark, 21:35h
Gute Güte, es ist ewig her, dass ich meinen letzten Beitrag schrieb. Wie alt war ich, als ich diesen Blog erstellte? 15 Jahre alt?
Naja, jetzt bin ich 20 und viel hat sich getan.
Ein paar Diagnosen sind dazugekommen. Autismus. Depressionen. ADS. Da war noch etwas, aber das habe ich vergessen. :D
Zurzeit besuche ich die Schule nicht, da ich aufgrund eines Burnouts krankgeschrieben bin. Meine Psychiaterin weist mich stetig darauf hin, dass es helfen würde, einen stationären Aufenthalt anzutreten, aber das habe ich aufgrund eines Missverständnisses schon einmal machen müssen und ich muss ehrlich sagen, dass es scheußlich war. Es waren zwar nur drei Tage und diese habe ich auf der Corona-Station verbracht (bis mein Testergebnis da war) und als ich dann ins Hauptgebäude sollte, sagte ich, dass ein Missverständnis vorlag. Nämlich wurde von meiner (nun ehemaligen) Autismustherapeutin behauptet, ich würde Stimmen hören. Das tat ich nun mal nicht, auch heute nicht.
Jedenfalls hoffe ich darauf, dass ich den Rest des Schuljahres freigestellt werden kann, damit ich mich wieder aufraffen und ich das Schuljahr dann wiederholen kann. Das wäre optimal.
Mein Pneumologe kann mir auch gestohlen bleiben. Aufgrund meiner Symptome wurden Untersuchungen meines Blutes und einer Sputumprobe (Schleim, den man hoch hustet) vorgenommen und mir wurde gesagt, ich hätte einen Pilz in meiner Lunge namens "Aspergillus". Als ich sagte, dass es mir Woche für Woche stetig schlechter gehen würde, sagte der Pneumologe, es sei zu viel Aufwand, mich zu behandeln. Ich wollte den Aufwand aber in kauf nehmen, da es mir halt immer schlecht geht, und dann sagte er, es sei ja garkein Pilz da. Als ich ihn dann fragte, ob man denn irgendetwas hatte feststellen können, hieß es nur, der CRP-Wert (Entzündungswert im Blut) sei erhöht und er könne sich das auch nicht erklären. Aber woher kommen denn dann die Schmerzen, hm? Die grünliche Färbung des Schleims? Das stetige Gebrodel in meinen Bronchien? Ich wäre fast ausgerastet und im Nachhinein denke ich mir, hätte das bestimmt etwas gebracht. Und wenn es nur dazu gekommen wäre, dass er keine Dokumente mehr verschlampt und Diagnosen von einer auf die nächste Minute ändert. Denn, bei Gott, das ist nicht das erste Mal!
Bei meiner Mutter wohne ich nun nicht mehr, sondern bei meinem Vater, zusammen mit meinem Kater Charlie und meinen 103 Notizbüchern (sie sind nummeriert). Vater und ich verstehen uns sehr gut. So gut wie jeden Abend führen wir Gespräche oder schauen zusammen etwas im Fernsehen. Manchmal spielen wir auch "Mario Kart 8", aber nur, wenn Vater sich nach all dem Arbeiten am Wochenende erholen konnte. Mir tut es manchmal Leid, dass ich nicht mehr beitragen kann, als Geschirr abzuspülen oder die Wäsche aufzuhängen, doch versichert er mir, es sei alles gut und allein mein Dasein würde ihn freuen.
Dem Kater scheint nach der Aufregung des Umzugs von Mutter zu Vater besser zu gehen, als vorher, doch die ersten Tage mussten schwer gewesen sein. Was soll man auch machen, wenn man kein Deutsch sprechen und nicht mehr verstehen kann, als "Ja", "Nein", "Charlie" und "Dicker"? Doch nach der Eingewöhnungszeit miaut er mehr und öfter, wenn er etwas will, und das freut mich sehr. Zudem kommt der rote Kater einfach so in mein Zimmer herein und wartet nicht klein und schüchtern an der Tür, bis ich ihn "hereinlasse".
Hätte man mir, als ich noch in die KiTa ging, gesagt hätte, ich würde eines Tages eine Katze haben, hätte ich zu Weinen begonnen - und ich darf das, ich bin Autist! Aber geweint habe ich wegen dem Fellmatz noch nicht (nur einmal nach einem Albtraum).
Ich frage mich, ob Bruder später einmal Kinder bekommt. Er wäre mit Sicherheit ein guter Vater. Ich selbst möchte keine Kinder und das wusste ich schon immer. Sie sind cool und süß, aber ich komme ja nicht mal alleine klar. Ich würde es darum gerne bei Katzen belassen, dankeschön. Natürlich, Katzen brauchen auch Erziehung, Spiele und Knuddeleinheiten (kommt natürlich bei Letzterem auf die Katze an), doch bei Menschenkindern ist das anders. Sie brauchen eine andere Art von Aufwerksamkeit und eine andere Art von Bildung. Katzen sind sehr schnell selbstständiger, als Menschenkinder, das kann ich aus Erfahrung sagen. Menschen brauchen länger und sind darum wohl auch zu mehr logischem Denken fähig, aber das braucht eine Katze nicht ganz so viel, sie baut eher auf Instinkte.
Disappointment takes us by surprise
Even though we should have realised
Everyone is dumb
("Dumb Dumb" - mazie)
Naja, jetzt bin ich 20 und viel hat sich getan.
Ein paar Diagnosen sind dazugekommen. Autismus. Depressionen. ADS. Da war noch etwas, aber das habe ich vergessen. :D
Zurzeit besuche ich die Schule nicht, da ich aufgrund eines Burnouts krankgeschrieben bin. Meine Psychiaterin weist mich stetig darauf hin, dass es helfen würde, einen stationären Aufenthalt anzutreten, aber das habe ich aufgrund eines Missverständnisses schon einmal machen müssen und ich muss ehrlich sagen, dass es scheußlich war. Es waren zwar nur drei Tage und diese habe ich auf der Corona-Station verbracht (bis mein Testergebnis da war) und als ich dann ins Hauptgebäude sollte, sagte ich, dass ein Missverständnis vorlag. Nämlich wurde von meiner (nun ehemaligen) Autismustherapeutin behauptet, ich würde Stimmen hören. Das tat ich nun mal nicht, auch heute nicht.
Jedenfalls hoffe ich darauf, dass ich den Rest des Schuljahres freigestellt werden kann, damit ich mich wieder aufraffen und ich das Schuljahr dann wiederholen kann. Das wäre optimal.
Mein Pneumologe kann mir auch gestohlen bleiben. Aufgrund meiner Symptome wurden Untersuchungen meines Blutes und einer Sputumprobe (Schleim, den man hoch hustet) vorgenommen und mir wurde gesagt, ich hätte einen Pilz in meiner Lunge namens "Aspergillus". Als ich sagte, dass es mir Woche für Woche stetig schlechter gehen würde, sagte der Pneumologe, es sei zu viel Aufwand, mich zu behandeln. Ich wollte den Aufwand aber in kauf nehmen, da es mir halt immer schlecht geht, und dann sagte er, es sei ja garkein Pilz da. Als ich ihn dann fragte, ob man denn irgendetwas hatte feststellen können, hieß es nur, der CRP-Wert (Entzündungswert im Blut) sei erhöht und er könne sich das auch nicht erklären. Aber woher kommen denn dann die Schmerzen, hm? Die grünliche Färbung des Schleims? Das stetige Gebrodel in meinen Bronchien? Ich wäre fast ausgerastet und im Nachhinein denke ich mir, hätte das bestimmt etwas gebracht. Und wenn es nur dazu gekommen wäre, dass er keine Dokumente mehr verschlampt und Diagnosen von einer auf die nächste Minute ändert. Denn, bei Gott, das ist nicht das erste Mal!
Bei meiner Mutter wohne ich nun nicht mehr, sondern bei meinem Vater, zusammen mit meinem Kater Charlie und meinen 103 Notizbüchern (sie sind nummeriert). Vater und ich verstehen uns sehr gut. So gut wie jeden Abend führen wir Gespräche oder schauen zusammen etwas im Fernsehen. Manchmal spielen wir auch "Mario Kart 8", aber nur, wenn Vater sich nach all dem Arbeiten am Wochenende erholen konnte. Mir tut es manchmal Leid, dass ich nicht mehr beitragen kann, als Geschirr abzuspülen oder die Wäsche aufzuhängen, doch versichert er mir, es sei alles gut und allein mein Dasein würde ihn freuen.
Dem Kater scheint nach der Aufregung des Umzugs von Mutter zu Vater besser zu gehen, als vorher, doch die ersten Tage mussten schwer gewesen sein. Was soll man auch machen, wenn man kein Deutsch sprechen und nicht mehr verstehen kann, als "Ja", "Nein", "Charlie" und "Dicker"? Doch nach der Eingewöhnungszeit miaut er mehr und öfter, wenn er etwas will, und das freut mich sehr. Zudem kommt der rote Kater einfach so in mein Zimmer herein und wartet nicht klein und schüchtern an der Tür, bis ich ihn "hereinlasse".
Hätte man mir, als ich noch in die KiTa ging, gesagt hätte, ich würde eines Tages eine Katze haben, hätte ich zu Weinen begonnen - und ich darf das, ich bin Autist! Aber geweint habe ich wegen dem Fellmatz noch nicht (nur einmal nach einem Albtraum).
Ich frage mich, ob Bruder später einmal Kinder bekommt. Er wäre mit Sicherheit ein guter Vater. Ich selbst möchte keine Kinder und das wusste ich schon immer. Sie sind cool und süß, aber ich komme ja nicht mal alleine klar. Ich würde es darum gerne bei Katzen belassen, dankeschön. Natürlich, Katzen brauchen auch Erziehung, Spiele und Knuddeleinheiten (kommt natürlich bei Letzterem auf die Katze an), doch bei Menschenkindern ist das anders. Sie brauchen eine andere Art von Aufwerksamkeit und eine andere Art von Bildung. Katzen sind sehr schnell selbstständiger, als Menschenkinder, das kann ich aus Erfahrung sagen. Menschen brauchen länger und sind darum wohl auch zu mehr logischem Denken fähig, aber das braucht eine Katze nicht ganz so viel, sie baut eher auf Instinkte.
Disappointment takes us by surprise
Even though we should have realised
Everyone is dumb
("Dumb Dumb" - mazie)
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Samstag, 13. Juni 2020
HARRY-POTTER-FIXIERUNG
mrs. dark, 22:25h
Ich weiß noch, wie ich mit acht Jahren vor meinem Vater stand und streikte. "Ich will das nicht gucken! Das ist mir bestimmt zu gruselig!"
Zu diesem Zeitpunkt wusste Klein-Hannah auch noch nicht, was Harry Potter und seine Abenteuer (vorallem der Soundtrack und das Schloss Hogwarts) für einen großen Platz in ihrem Leben einnehmen würden.
Mittlerweile, mit 17 Jahren, habe ich alle Filme mehrmals gesehen, die Bücher auf Deutsch bis zur Hälfte vom fünften Band gelesen und bin nun dabei, das erste Buch auf Englisch zum zweiten Mal zu lesen.
Den zweiten Band auf Englisch habe ich zwar auch schon im Regal, aber aus ... "Gründen" zwang ich mich dazu, den ersten Band auf Englisch nochmal zu lesen. Warum? Nun, nichts leichter als das - also das Erklären, nicht das Lesen. :D
Wie jeder Mensch (will ich hoffen) verknalle ich mich mal. Dass es bei mir ausschließlich unreale Charaktere aus Büchern oder Filmen sind, ist mir zwar ziemlich unangenehm, doch es ist eben so. Ich glaube, es gibt dafür sogar einen Ausdruck. "Fiktophiel" oder so.
Jedenfalls habe ich mich in "Harry Potter" nun schon in den vierten Charakter verguckt. Slytherin (Professor), erneut Slytherin (Schüler), Ravenclaw (Professor) und erneut Ravenclaw (Professor). Den zweiten und dritten Charakter (vorallem aber den dritten) habe ich nun des Todes satt. Was bildet der sich ein? Nun, gut, er hat sich was eingebildet. Aber ... das dürfte ihm nun nicht mehr möglich sein. *räusper* Gut so. Tut mir Leid, aber es ist so.
Der erste machte mir von Anfang an Angst - vielleicht faszinierte mich gerade das. Immer, wenn er zu sehen war, dachte ich: Oh Gott, nicht der. Gleichzeitig schoss mir aber die Röte ins Gesicht, ohne, dass ich es wollte. Tjaja. Angst ist eben nicht alles im Leben.
Der vierte ... nun ... er kommt nur in einem Band vor. Und wie man sich denken kann, spreche ich vom ersten. ... Ich kann nichts dafür. Wenn man Langeweile hat, baut man eben gerne mal Mist. Oder entwickelt wie ich zu schnelles oder nervöses Reden, was allerdings NICHT geschauspielert ist.
Nun sitze ich hier und sträube mich dagegen, das Buch auf Englisch weiterzulesen. Obwohl ich schon den Anfang mit den Dursleys übersprungen habe, geht es mir einfach nicht schnell genug. Das wäre ja wesentlich einfacher, wenn ich mich einfach auf irgendwen konzentrieren könnte. Aber das ist irgendwie auch nur zufällig. Mal so, mal so. Ich hatte mir eingebildet, es zu einem gewissen Grad beeinflussen zu können. Bestimmte Lieder hören, bestimmte Stellen nochmal lesen, irgendeinen Quatsch in mein Notizbuch schreiben... Nichts scheint diesmal wirklich dauerhaft zu funktionieren. Nicht mal Flooding (Reizüberflutung). Gut, Flooding hat etwas gebracht. Aber nur für ein paar Stunden.
Mein Kopf dröhnt und ich habe Langeweile. Vielleicht gehe ich einfach schlafen, denn ich habe ja eh nichts zutun.
Achja, ich habe im Übrigen auch darüber nachgedacht, das anzuwenden, was ich "Abschließen", "Switchen" oder den "Eternity Effect" nenne.
Abschließen dürfte nicht funktionieren, denn es scheint fast ganz so, als könnte ich das Buch nicht zuende lesen. Switchen habe ich versucht, aber ich kann mich auf keinen anderen Charakter konzentrieren. Und der Eternity Effect ist das einzige, das über bleibt.
Der Eternity Effect (welcher vielleicht auch in der Erziehungswissenschaft als "Fixierung" bezeichnet werden kann, aber ich hatte es mir so erfunden) besteht darin, etwas, das man sich vorgenommen hat, abzuschließen, bewusst "offenzulassen". Würde ich das Buch einfach Buch sein lassen und zum nächsten Band übergehen, bestände die Wahrscheinlichkeit, dass sich dieses "Unvollendet-sein" in meinem Bewusstsein breitmacht. Entweder im Bewusstsein (wie jetzt), im Vorbewusstsein (also im Bereich, der bewusst werden könnte) oder im Unterbewusstsein. Damit, dass dieses Buch und die damit verbundenen Erinnerungen irgendwo in meinem Kopf herumspuken, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass ich, sollte ich das Buch noch einmal zur Hand nehmen, die alten Empfindungen wieder aufbaue (Regression). Vielleicht nicht zu 100% dieselben, aber ähnliche.
Puh, ist mir warm. Entweder das liegt am Wetter (was gut möglich ist) oder aber ich habe mich hier in etwas hereingesteigert.
Ich will hoffen, ich kann mich zusammenreißen und verliere nicht meinen Verstand.
Ach.
Ich vergaß.
Ich hab ja garkeinen. :D
Ein Gewitter scheint am APPROACHEN zu sein und ich freue mich sehr darauf - sofern ich mich noch freuen kann und noch zu anderen Emotionen fähig bin, als VERWIRRUNG.
Nun, wie dem auch sei. Ich hoffe, ich habe Ihnen nicht zuviel Ihrer Zeit gestohlen (sofern Sie bis hier gelesen haben) und wünsche Ihnen (und mir) einen schönen Abend. :)
________________________________________
Flooding = Ein erziehungswissenschaftlicher Begriff für ... nun ja, Reizüberflutung. Schocktherapie quasi.
Abschließen = Mit etwas abschließen. Von mir erfunden.
Switchen = Zu etwas wechseln, das aber noch derselben Kategorie entspricht. Von mir erfunden.
Eternity Effect = Der Effekt, dass sich etwas in das Gedächnis eingräbt, das dort auf ewig bleibt und hin und wieder (oder nicht) hervorgerufen werden kann. Von mir erfunden.
Fixierung = Ein erziehungswissenschaftlicher Begriff für das Verbleiben in einer (Entwicklungs-) Phase.
Regression = Ein erziehungswissenschaftlicher Begriff für das Zurückfallen auf bestimmte Phasen.
Zu diesem Zeitpunkt wusste Klein-Hannah auch noch nicht, was Harry Potter und seine Abenteuer (vorallem der Soundtrack und das Schloss Hogwarts) für einen großen Platz in ihrem Leben einnehmen würden.
Mittlerweile, mit 17 Jahren, habe ich alle Filme mehrmals gesehen, die Bücher auf Deutsch bis zur Hälfte vom fünften Band gelesen und bin nun dabei, das erste Buch auf Englisch zum zweiten Mal zu lesen.
Den zweiten Band auf Englisch habe ich zwar auch schon im Regal, aber aus ... "Gründen" zwang ich mich dazu, den ersten Band auf Englisch nochmal zu lesen. Warum? Nun, nichts leichter als das - also das Erklären, nicht das Lesen. :D
Wie jeder Mensch (will ich hoffen) verknalle ich mich mal. Dass es bei mir ausschließlich unreale Charaktere aus Büchern oder Filmen sind, ist mir zwar ziemlich unangenehm, doch es ist eben so. Ich glaube, es gibt dafür sogar einen Ausdruck. "Fiktophiel" oder so.
Jedenfalls habe ich mich in "Harry Potter" nun schon in den vierten Charakter verguckt. Slytherin (Professor), erneut Slytherin (Schüler), Ravenclaw (Professor) und erneut Ravenclaw (Professor). Den zweiten und dritten Charakter (vorallem aber den dritten) habe ich nun des Todes satt. Was bildet der sich ein? Nun, gut, er hat sich was eingebildet. Aber ... das dürfte ihm nun nicht mehr möglich sein. *räusper* Gut so. Tut mir Leid, aber es ist so.
Der erste machte mir von Anfang an Angst - vielleicht faszinierte mich gerade das. Immer, wenn er zu sehen war, dachte ich: Oh Gott, nicht der. Gleichzeitig schoss mir aber die Röte ins Gesicht, ohne, dass ich es wollte. Tjaja. Angst ist eben nicht alles im Leben.
Der vierte ... nun ... er kommt nur in einem Band vor. Und wie man sich denken kann, spreche ich vom ersten. ... Ich kann nichts dafür. Wenn man Langeweile hat, baut man eben gerne mal Mist. Oder entwickelt wie ich zu schnelles oder nervöses Reden, was allerdings NICHT geschauspielert ist.
Nun sitze ich hier und sträube mich dagegen, das Buch auf Englisch weiterzulesen. Obwohl ich schon den Anfang mit den Dursleys übersprungen habe, geht es mir einfach nicht schnell genug. Das wäre ja wesentlich einfacher, wenn ich mich einfach auf irgendwen konzentrieren könnte. Aber das ist irgendwie auch nur zufällig. Mal so, mal so. Ich hatte mir eingebildet, es zu einem gewissen Grad beeinflussen zu können. Bestimmte Lieder hören, bestimmte Stellen nochmal lesen, irgendeinen Quatsch in mein Notizbuch schreiben... Nichts scheint diesmal wirklich dauerhaft zu funktionieren. Nicht mal Flooding (Reizüberflutung). Gut, Flooding hat etwas gebracht. Aber nur für ein paar Stunden.
Mein Kopf dröhnt und ich habe Langeweile. Vielleicht gehe ich einfach schlafen, denn ich habe ja eh nichts zutun.
Achja, ich habe im Übrigen auch darüber nachgedacht, das anzuwenden, was ich "Abschließen", "Switchen" oder den "Eternity Effect" nenne.
Abschließen dürfte nicht funktionieren, denn es scheint fast ganz so, als könnte ich das Buch nicht zuende lesen. Switchen habe ich versucht, aber ich kann mich auf keinen anderen Charakter konzentrieren. Und der Eternity Effect ist das einzige, das über bleibt.
Der Eternity Effect (welcher vielleicht auch in der Erziehungswissenschaft als "Fixierung" bezeichnet werden kann, aber ich hatte es mir so erfunden) besteht darin, etwas, das man sich vorgenommen hat, abzuschließen, bewusst "offenzulassen". Würde ich das Buch einfach Buch sein lassen und zum nächsten Band übergehen, bestände die Wahrscheinlichkeit, dass sich dieses "Unvollendet-sein" in meinem Bewusstsein breitmacht. Entweder im Bewusstsein (wie jetzt), im Vorbewusstsein (also im Bereich, der bewusst werden könnte) oder im Unterbewusstsein. Damit, dass dieses Buch und die damit verbundenen Erinnerungen irgendwo in meinem Kopf herumspuken, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass ich, sollte ich das Buch noch einmal zur Hand nehmen, die alten Empfindungen wieder aufbaue (Regression). Vielleicht nicht zu 100% dieselben, aber ähnliche.
Puh, ist mir warm. Entweder das liegt am Wetter (was gut möglich ist) oder aber ich habe mich hier in etwas hereingesteigert.
Ich will hoffen, ich kann mich zusammenreißen und verliere nicht meinen Verstand.
Ach.
Ich vergaß.
Ich hab ja garkeinen. :D
Ein Gewitter scheint am APPROACHEN zu sein und ich freue mich sehr darauf - sofern ich mich noch freuen kann und noch zu anderen Emotionen fähig bin, als VERWIRRUNG.
Nun, wie dem auch sei. Ich hoffe, ich habe Ihnen nicht zuviel Ihrer Zeit gestohlen (sofern Sie bis hier gelesen haben) und wünsche Ihnen (und mir) einen schönen Abend. :)
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Flooding = Ein erziehungswissenschaftlicher Begriff für ... nun ja, Reizüberflutung. Schocktherapie quasi.
Abschließen = Mit etwas abschließen. Von mir erfunden.
Switchen = Zu etwas wechseln, das aber noch derselben Kategorie entspricht. Von mir erfunden.
Eternity Effect = Der Effekt, dass sich etwas in das Gedächnis eingräbt, das dort auf ewig bleibt und hin und wieder (oder nicht) hervorgerufen werden kann. Von mir erfunden.
Fixierung = Ein erziehungswissenschaftlicher Begriff für das Verbleiben in einer (Entwicklungs-) Phase.
Regression = Ein erziehungswissenschaftlicher Begriff für das Zurückfallen auf bestimmte Phasen.
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