Donnerstag, 9. Juli 2026
Verschlafen
Jetzt hab ich auchnoch verschlafen. 😩 Naja, ist ja meine Schuld. Ich erinnere mich auch garnicht dran, meinen Wecker nach dem Klingeln wieder ausgemacht zu haben. Bin ich denn so verpeilt?
🔮[Ja. 😊]
Danke, Akito, das hört man gern. 😑 Seit wann bist du eigentlich hier?
🔮[Seit gerade.]
Ich dachte zuerst, du wärst Winter.
🔮[Nicht ganz. 😅]

Ich dachte schon, ich wäre alleine. 😩 Ich hab extra noch in unsere WhatsApp-Gruppe geschrieben, dass ich zu spät komme, damit jemand bescheid sagen kann. Da komme ich in den Computerraum und nur Herr S. ist da. 😂 Zum Glück kam noch jemand. Sie wird zwar gleich alleine sein, weil ich ein Gespräch habe, aber ich komme ja wieder. Temporär (Teilzeit). 😂

Hr. S.: *schaut auf seinen Computer*
„...”
„Jetzt find ich mich nicht mal selbst. So ein Käse.”

Ich hab irgendwas von Vampiren geträumt. Schade, dass die mich nicht einfach abgemurkst haben, sie hätten meinen Segen. 😂
❄️[Das will ich nicht gelesen haben. 🥺]
🎭[Es geht bergab.]
🔮[Immernoch?]

Hr. S.: *schaut auf seinen Computer*
„... Was geht 'n?” 😅

Eine dreiviertel Stunde noch. Und mir fällt absolut nichts ein, was ich noch machen könnte.
❄️[Die Aufgaben vielleicht?]
🎭[Das wäre doch zu einfach. Es muss kompliziert sein.]

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Donnerstag, 2. Juli 2026
Bøger📚 og barndom👧🏻
Zum Glück hat meine Lesephase endlich wieder begonnen. Vor einigen Monaten konnte ich garnichts lesen, weil ich den Kopf so voll hatte. Traumatische Erinnerungen an meine Mutter, Ausbildungssuche, Ängste, Stress mit meinem Vater und der Wunsch, meinen Alter Egos immer zur Seite zu stehen machten es mir schwer, mich auf irgendwas zu konzentrieren. Teilweise vergaß ich das aktuelle Datum oder das Jahr, in dem wir uns befinden, immer wieder. Das war echt anstrengend. Seit ungefähr einer Woche kann ich wieder Bücher lesen und das tut sehr gut.

Gestern an der Bushaltestelle erst las ich „Der Report der Magd″ zuende und da ich auf meinem eReader durch einen Gutschein meines Onkels (väterlicherseits) schon das nächste Buch gekauft hatte, konnte ich gleich weiterlesen. Dabei handelt es sich um „Das Tagebuch der Anne Frank″. Das wollte ich vor Jahren schonmal lesen, aber irgendwie hatte ich auch da den Kopf nicht dafür. Oder es lag daran, dass es das Exemplar meines Vaters war und dass ich nicht wollte, dass ich Ärger bekam.
Jetzt, mit meinem eReader, den mein Onkel mir letztes Jahr schenkte, kann ich lesen, was ich will. Das konnte ich zwar vorher auch, aber ich geniere mich oft, wenn man sehen kann, was ich lese, schreibe oder höre (an Musik).
Mit dem kleinen Gerät, das ich selbstverständlich in eine blaue Schutzhülle steckte, nach der ich in der Mayersche länger gesucht hatte, weil ich unbedingt eine blaue wollte (😂), kann ich nun also lesen, was mir beliebt, ohne, dass ich mich offenbart fühlen muss. Das muss ich nämlich, weil ich von meinen Eltern gelernt habe, dass alles, was man über sich offenbart, gegen einen verwendet werden kann und auch wird. 🫠 Nett von ihnen, ich weiß. 😂

Jedenfalls ist es eine eigenartige Vorstellung, dass, obgleich Anne Frank leider starb, sie vorher das perfekte Leben hatte, was sie auch beschreibt. Nette Eltern, viele Verehrer, selbst ihr Lehrer ermahnte sie für ihr Geschwätz im Unterricht irgendwann nicht mehr und ließ sie.

Ich hätte auch gerne eine unbeschwerte Kindheit und Jugend gehabt. Stattdessen wurde ich in meinem ersten Lebensjahr mit Hochchemo vollgepumpt, war in der Zeit auch nachts nur alleine, und wurde dann, als ich endlich zu Hause bleiben durfte, von meiner vermaledeiten Mutter nur geschlagen und angeschrien. Oder von meinem Vater, aber seltener. Und an allem wurde mir die Schuld zugeschoben. Dass ich eine komplexe PTBS, die partielle DIS, die DPDR, eine generalisierte Angststörung und Depressionen entwickelte, war ja egal. Ich sollte nur den Mund halten und nicht nerven. Ich wäre liebend gerne einfach damals gestorben, aber man musste mich ja durch die Krankheit bringen und die Fehler der Leberbiopsie, innere Blutungen, unbedingt beheben. Ich sollte ja durchkommen, damit meine Mutter vor sich damit prahlen konnte, dass sie zwei Kinder hat, die gesund sind und glücklich. Dass beides nur auf meinen älteren Bruder zutraf, ihren Prinzen, juckte sie nicht.

Jetzt sitze ich hier und wünschte, ich könnte einfach eine Amnesie bekommen. Dann würde ich merken, wie gut ich es jetzt habe. Aber meine Erinnerungen werden leider bleiben.

Jeg vil bare tage hjem og sove for altid. 😴

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Titel: "Bücher und Kindheit"

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Mittwoch, 24. Juni 2026
Hitzewelle
早上好,我很热。🥵😞
(Guten Morgen, mir ist sehr warm.)

Offiziell müssen wir aufgrund der Hitzewelle erst um spätestens neun da sein, aber das macht für mich eigentlich keinen Sinn, da es ja morgens erträglicher ist als mittags. Zumindest miniminiminimal. 😂 Jedenfalls bin ich nun die einzige hier und leide.

Nicht nur wegen des Wetters, sondern auch wegen des Datums. Ich hasse dieses Datum. Am liebsten würde ich es aus meinem Kalender streichen. Und auch aus dem meiner Eltern (den sie nicht führen). Dann wäre ich nämlich nicht da. Und ich will nicht da sein. Nicht bei diesem schlimmen Wetter. (Auch generell nicht. 😀)

Eigentlich wollte ich mich zuerst etwas auskotzen, aber da niemand für die Ergotherapie da ist, muss ich sofort. Ich habe noch um zehn Minuten gebeten, damit ich das hier noch abschließen kann. In der Hoffnung, dass das Hochladen trotz der Uhrzeit funktioniert.

Wenigstens dürfen wir um Viertel nach zwölf gehen. Dann fahre ich nach Hause, füttere meinen Kater und lege mich was hin, in der Hoffnung, dass ich einschlafen und der Hitze entfliehen kann...

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